Vom 6. bis 9. Juni

Traditionelles Tomaten-Pfingstfest findet bei Tomaten-Moni in Hohenfiert statt

Von Kristina Mehlert | 05.06.2025, 11:29 Uhr

Die Hohenlockstedterin gibt ihren Überschuss an Interessenten ab. Insgesamt hat sie in diesem Frühjahr mehr als 300 Sorten ausgesät.

Tomaten aus dem eigenen Garten sind einfach die besten, sagt Monika Ottinger. Vielen ist sie unter ihrem richtigen Namen gar kein Begriff. „Die meisten kennen mich mittlerweile nur unter dem Namen Tomaten-Moni“, sagt die Hohenlockstedterin lachend, die wie kein anderer um die Vielseitigkeit dieser Frucht weiß.
„Allerdings ist der Erhalt besonderer und alter Sorten immer sehr aufwendig und erfordert von der Aussaat über die Bestimmung bis hin zur Saaternte und Lagerung viel Disziplin und Zeitaufwand“, weiß die Hohenlockstedterin, die vom 6. bis 9. Juni jeweils von 10 bis 17 Uhr zu ihrem traditionellen Tomaten-Pfingsfest auf ihren Hof im Hohenlockstedter Ortsteil Hohenfiert 7 einlädt.

Bestes Beispiel einer Geschmacksexplosion ihrer Tomaten habe Tomaten-Moni erst kürzlich bei einem Besuch in einem Heim, in dem an Demenz erkrankte Bewohner leben, erfahren. „Ich hatte verschiedene Tomaten dabei und konnte damit viele geschmackliche Erinnerungen bei den Bewohnern wecken“, freut sich Ottinger, die ganz klar sagt: „Ein Leben für die wundervolle Tomatenvielfalt reicht nicht aus.“ Schließlich gäbe es weltweit mehr als 30.000 Sorten.

„Meine größte Leidenschaft ist es daher, historische, besondere und seltene Tomatensorten zu erhalten“, sagt Ottinger, die im Frühjahr schon mehr als 300 verschiedene Sorten ausgesät hat. Auf Wunsch einer einzelnen Dame aus Peru, die gerade für drei Monate im Nachbardorf verweilt, habe die qualifizierte Kräuterfrau ausnahmsweise sogar peruanische Chili- und Tomatensorten mit ausgesät. Darüber hinaus, so verrät die Expertin, seien ohnehin zahlreiche Ländersorten aus Nepal, Belgien, Australien, Indien, Quebec, Litauen, Honduras, Japan, Moldawien und viele weitere mehr bei ihr zu finden